11. Dezember 2018 /

12.12. Heinz Werner Kramski (Marbach): Zwischen Bitstream und Werk - Born-digitals aus Vor- und Nachlässen am Deutschen Literaturarchiv Marbach

Born-digitals aus Vor- und Nachlässen sind vielschichtige Objekte, die auf den meisten Ebenen ungewohnte Anforderungen an Bewertung, Erschließung, Erhaltung und Benutzung stellen. Heinz Werner Kramski stellt Problematik und Lösungsansätze am Deutschen Literaturarchiv Marbach an einem Anwendungsfall vor: dem Nachlass von Friedrich Kittler am Deutschen Literaturarchiv Marbach.

Mittwoch 12.12.2018, 17:30 Uhr, Keplerstraße 11 (K1), M 11.82

Born-digitals aus Vor- und Nachlässen sind vielschichtige Objekte, die auf den meisten Ebenen ungewohnte Anforderungen an Bewertung, Erschließung, Erhaltung und Benutzung stellen. Dies umso mehr, wenn die Anzahl an Dateien (wie im digitalen Nachlass von Friedrich Kittler mit ca. 3,2 Mio.) nicht mehr mit traditionellen Methoden bewältigt werden kann. Ihre maschinenlesbare Natur, allem voran die Möglichkeit eines übergreifenden Volltextindex‘, bietet neue Möglichkeiten für Forschung und Benutzung, sprengt aber zugleich auch den bisherigen Begriff von „unerschlossenen Beständen“ und wirft neue Fragen des archivischen Workflows, der Vertraulichkeit und eines geregelten, sachgerechten Zugriffs auf. Der Vortrag greift einige der neun „Levels of Representation“ von Cal Lee [1] auf, ergänzt diese aus Sicht eines Archivs und Museums und berichtet entlang dieser Struktur von praktischen Erfahrungen mit unikalen Born-digitals in Marbach in den vergangenen 15 Jahren.
[1] Christopher (Cal) Lee: Archival Application of Digital Forensics Methods for Authenticity, Description and
Access Provision. International Council on Archives Congress 2012, S. 7. http://ils.unc.edu/callee/ica-2012-lee.pdf

Heinz Werner Kramski ist Leiter der wissenschaftlichen Datenverarbeitung am Deutschen Literaturarchiv Marbach.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung "Digital Humanities - Digitales Wissen" statt.

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