MA-Kolloquium Wintersemester 2025/26

Hier finden Sie Informationen und das neue Programm zum MA-Kolloquium im Wintersemester 2025/26.

Was Sie erwartet

Im Rahmen unserer MA-Kolloquien stellen Masterstudierende der Digital Humanities an der Universität Stuttgart ihre Projekte vor. Darüber hinaus ermöglichen Gastvorträge aus der internationalen DH-Community, dass sich die Studierenden bereits im Studium austauschen und vernetzen können.

Ort: Keplerstr. 17 (K2) - M 17.22
Zeit: immer mittwochs, 17:30 - 19:00

Stammtisch ab 19 Uhr im Classik Rock Café (Schellingstraße 7, 70174 Stuttgart) am 22.10.25, 19.11.25, 28.01.26. 
Stammtisch-Weihnachtstreffen am 17.12.25  ab 19 Uhr
(Treffpunkt nach dem Kolloquium vor dem KII-Gebäude)

Schauen Sie gerne auch in unsere vergangenen Veranstaltungen der letzten Semester.

Programm

Das Programm im Wintersemester 2025/26

Dr. Anselm Küsters, Hanna Weimann, Pascal Hein (Universität Stuttgart)

Melanie Weber (Universität Stuttgart) 

Frau Weber ist leider verhindert, der Vortrag fällt aus. Es wird aber ein Ersatzprogramm für die Studierenden geben.

Stammtisch ab 19 Uhr im Classik Rock Café (Schellingstraße 7, 70174 Stuttgart)

Geschichte nicht als strikt linearen Verlauf aufzufassen heißt, historische Zusammenhänge in ihrer Komplexität auszudrücken. Bei globalgeschichtlichen Beziehungen, Gleichzeitigkeiten und anderen non-linearen Kontexten stoßen wir mit traditionellen Textformaten an Grenzen. Digitaler Hypertext leistet hier mehr: Non-linear gedachte Zusammenhänge werden mit einem non-linearen Medium explizit repräsentiert. Auch für die datengestützte Forschung ist dies relevant; schließlich bilden die Einbindung von Daten, Besprechung eingesetzter Methoden und die narrative Wiedergabe der Ergebnisse verschiedene Darstellungsebenen, die vielfach aufeinander verweisen. Executable Papers oder Data Stories setzen dies um. Entgegen einem netzwerkartigen Schreiben drängen sich in all diesen Fällen multilinear angelegte und visualisierte Hypertextpfade auf. Sie bilden die methodische, narrative und argumentative Architektur der wissenschaftlichen Darlegung ab und vermittelt auf diese Weise epistemisch Wesentliches.

Dr. Christian Wachter (Universität Bielefeld)

Nach fast zehn Jahren wissenschaftlicher Forschung und Lehre in den Bereichen Korpuslinguistik und Digital Humanities habe ich mich 2024 dazu entschieden, in die Wirtschaft zu wechseln. Seitdem arbeite ich als Data Engineer bei der deutschen KI-Firma DeepL. In diesem Vortrag werde ich diese beiden sehr unterschiedlichen Arbeitsumfelder vorstellen und vergleichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Aufgabenprofilen und den gefragten Fähigkeiten.

Dr. Melanie Andresen (DeepL)

Computational Environmetal Humanities sind innerhalb der DH ein noch junges, exploratives Feld. Können literarische Texte genutzt werden, um etwas über Biodiversität zu erfahren? Können Machine-Learning- und KI-Technologien eingesetzt werden, um herauszufinden, welche Bedeutungen bestimmten Arten in Poesie zugeschrieben werden? Wie wichtig sind biologische Arten und ihre Vielfalt für unterschiedliche Genres? Solche Fragestellungen stehen im Zentrum. In diesem Vortrag wird eine aktuelle Fallstudie zum Vorkommen ökologischer Entitäten in Prosatexten und Reiseliteratur präsentiert. Es wird gezeigt, wie die Bedeutung von Tieren und Pflanzen in literarischen Texten gemessen werden kann und wie wichtig diese im Verlauf der Literaturgeschichte waren.

Prof. Dr. Mareike Schumacher (Universität Regensburg)

Figurennetzwerke im mittelhochdeutschen Artusroman

Der Vortrag diskutiert die Soziale Netzwerkanalyse als digitale Methode für die Analyse von Figurenbeziehungen im mittelhochdeutschen Artusroman. Am Beispiel ausgewählter klassischer Artusromane wird zum einen dargelegt, wie die netzwerkanalytischen Daten aus den Erzählungen extrahiert werden (können), und zum anderen gezeigt, wie die quantifizierende Methode für literaturwissenschaftliche Fragestellungen eingesetzt werden kann.

Dr. Nora Ketschik (Universität Stuttgart)

Stammtisch ab 19 Uhr im Classik Rock Café (Schellingstraße 7, 70174 Stuttgart)

Die Justiz ist eine bedeutende Produzentin von Daten, zu denen sich der Zugang für die Rechtswissenschaft zunehmend verbessert. Mit Methoden der Datenanalyse in der Justizforschung lassen sich so quantitative Einblicke in die Tätigkeit von Gerichten gewinnen. Der Vortrag exemplifiziert den Einsatz solcher Methoden anhand eines abgeschlossenen Promotionsprojekts, in dem die Datenanalyse Aufschluss über die Strukturierung des Organisationsgedächtnisses eines Höchstgerichts geben konnte. Das Projekt zeigt zugleich die Notwendigkeit einer Kombination aus qualitativen Methoden mit der Analyse von Daten in der Justizforschung. Darüber hinaus reflektiert der Vortrag das Vordringen quantitativer Forschungsmethoden in eine bislang nur wenig empirisch ausgerichtete Disziplin.

Dr. Julius Schumann (Universität Wien)

Aktueller Lebenslauf hier: https://zvr.univie.ac.at/mitarbeiterinnen/weitere-mitarbeiterinnen/schumann-julius/lebenslauf/

Das gängige Paradigma zur Textanalyse im Natural Language Processing ist die distributionelle Semantik, die auf unterschiedliche Weise in Modellen wie Word2Vec, LDA oder LLMs verwendet wird und dort erfolgreich ist dank enormer Rechenkapazitäten. Jedoch finden viele ausschlaggebende Operationen in einer Blackbox statt und es besteht eine Tendenz zur Übergewichtung gewöhnlicher Bedeutungen. Ein solcher Bias kann für Textarten, die von der natürlichen Alltagssprache abweichen (z.B. literarische oder philosophische) unbefriedigend sein.

Das Ziel des TOPTEXT-Projekts ist, eine neue vollständig transparente und interpretable, einfache und effiziente Methode zur Textanalyse zu entwickeln, die zur Erschließung von Themengebieten und deren Gliederung in Texten beitragen kann. Die TOPTEXT-Architektur beruht auf Konzepten der algebraischen Topologie, mit denen Wort-Konstellationen und strukturelle Zusammenhänge in Texten als geschlossene Pfade (Zykel) mathematisch modelliert werden. Neben Satz-Zykeln, die die syntagmatische Ordnung in Sätzen abbilden, und Relations-Zykeln, die äquivalente Terme im Text verbinden, gibt es aufgrund der Topologie der Einbettungsfläche noch zwei weitere Typen: sog. Rand-Zykel und Homologie-Zykel, die in distributionellen Modellen nicht präsent sind.  

Die Hypothese von TOPTEXT ist, dass den Rand-Zykeln thematische Einheiten im Text und den Homologie-Zykeln die Progression von Rhemata entsprechen. Diese Hypothese wird anhand verschiedener Beispieltexte diskutiert.

Dr. Dr. Timon Boehm (Stuttgart Research Centre for Text Studies, Universität Stuttgart)

Die deutschen Rechtswissenschaften, so liest man, halten nicht viel von der Bibliometrie, d.h. der quantitativen Analyse von Wissensproduktion. Das ist verständlich, denn die Kritik am bestehenden System der Forschungsevaluation über Metriken wie den „Impact Factor“ wird immer lauter. Allerdings kann man die Kritik teilen und sich trotzdem dafür interessieren, wie man Daten zur zitierten Literatur in juristischen (und anderen rechtswissenschaftsnahen) Publikationen gewinnen und auswerten kann. Zum Beispiel können sie die Grundlage für einen Knowledge Graph bilden, mit dem wissenschaftsgeschichtlich interessante Netzwerkanalysen durchgeführt werden können. Auf der Suche nach diesen Daten stößt man schnell auf ein interessantes technisches Problem: Die derzeitigen Programme zur Extraktion von Literaturdaten aus wissenschaftlichen Texten können mit einem Phänomen sehr schlecht umgehen, das in der Rechtswissenschaft und vielen Geisteswissenschaften weit verbreitet ist: dem der Fußnotenzitation, d.h. Literatur, die nach Fächerkonventionen sehr unterschiedlich und oft mit Kommentaren vermischt in langen Fußnoten angegeben wird. Der Vortrag wird sich damit beschäftigen, wie man dem Problem mit maschinellem Lernen und LLMs zu Leibe rückt.

Dr. Christian Boulanger (Wissenschaftler und Abteilungskoordinator am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main)

Intern

Stammtisch ab 19 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt, gemeinsames Treffen vor dem KII-Gebäude

Prof. Dr. Sebastian Padó (Universität Stuttgart)

ABSTRACT. Als Modellierungswissenschaft befasst sich die Computerlinguistik mit verschiedenen Typen von Modellen, die unterschiedliche Prioritäten bezüglich der Ziele Vorhersage und Erklärung setzen. Besonders neuronale Netzwerkmodelle tun sich mit Erklärungen schwer (“black box models”). In meinem Vortrag konzentriere ich mich auf den sogenannten “Attributions”-Ansatz, um Erklärungen aus neuronalen Modellen zu extrahieren. Ich stelle eine methodische Arbeit vor, die Attribution auf komplexere Eingaben generalisiert [1,2], und eine inhaltliche Arbeit, die Attribution zur Charakterisierung von Figureneigenschaften in spanischen Dramen des 17. Jahrhunderts verwendet [3].

[1] Lucas Möller, Dmitry Nikolaev and Sebastian Padó.
Approximate Attributions for Off-the-Shelf Siamese Transformers.In: Proceedings of EACL. St Julian's, Malta, 2024. https://aclanthology.org/2024.eacl-long.125
[2] Juri Opitz, Lucas Möller, Andrianos Michail, Sebastian Padó and Simon Clematide.Interpretable Text Embeddings and Text Similarity Explanation: A Primer.In: Proceedings of EMNLP. Suzhou, China, 2025. Accepted for publication. https://arxiv.org/abs/2502.14862
[3] Allison Keith, Antonio Rojas Castro and Sebastian Padó. Computational Analysis of Gender Depiction in the Comedias of Calderón de la Barca. Journal of Computational Literary Studies, 2025. Accepted for publication. https://arxiv.org/abs/2411.03895

Biografische Angaben:
Sebastian Padó ist Professor für Computerlinguistik an der Universität Stuttgart. Er studierte und promovierte in Saarbrücken und Edinburgh mit weiteren Stationen in Stanford und Heidelberg. Sein Kerninteresse betrifft die Akquisition, Repräsentation und Verarbeitung sprachlichen Wissens (breit verstanden). Dies umfasst z.B. die Modellierung semantischer Phänomene (Polysemie, Schlussbeziehungen, Diskursstruktur), Anwendungen in den komputationellen Geistes- und Sozialwissenschaften und methodologische Aspekte wie Modellinterpretation, Robustheit, und Mehrsprachigkeit.

Leider fällt der Vortrag krankheitsbedingt ersatzlos aus!
Sie können Ihre Fragen gerne direkt an Frau Paredes Zavala richten. Kontaktdaten finden Sie auf der Website des Fastnachtsmuseums Narrenschopf: https://www.narrenschopf.de/seite/474101/team.html

Saray Paredes Zavala (VSAN e.V. Bad Dürrheim)

In meinem Vortrag „Narrative Räume im Museum: Fastnacht digital erleben und denken“ reflektiere ich die Teilnahme des Fastnachtsmuseums Narrenschopf am Verbundprojekt museum4punkt0, in dem digitale Vermittlungswege für das immaterielle Kulturerbe der schwäbisch-alemannischen Fastnacht entwickelt und erprobt wurden. Im Zentrum stehen die strukturellen und konzeptionellen Herausforderungen, mit denen ein kleineres, nicht staatliches Museum konfrontiert ist, wie beispielsweise der Umgang mit begrenzten Ressourcen, der Anspruch auf Nachhaltigkeit digitaler Formate und die Frage, wie lebendige Traditionen digital erfahrbar bleiben, ohne ihre kulturelle Tiefe zu verlieren. Ausgangspunkt sind ausgewählte Projektbausteine wie das Virtuelle Fastnachtsmuseum und VR-Stationen, anhand derer ich zeige, wie digitale Strategien sowohl narrativ gedacht als auch kritisch reflektiert werden können, insbesondere im Hinblick auf Nutzer*innen-Partizipation, institutionelle Bedingungen und langfristige Wirkung. Der Vortrag geht damit über die bloße Anwendung digitaler Vermittlung hinaus und macht sichtbar, welche Annahmen und Gestaltungsentscheidungen kulturelle Erlebnisse prägen und welche Potenziale und Grenzen sich aus der Perspektive des Immateriellen Kulturerbes ergeben.

Biografische Angaben:
Saray Paredes Zavala ist Kulturwissenschaftlerin und wissenschaftliche Leiterin des Fastnachtsmuseums Narrenschopf in Bad-Dürrheim, einem Museum zur schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Sie hat einen Master in Kulturanthropologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg erworben und war nach Stationen in einem Kulturinstitut in verschiedenen kulturwissenschaftlichen Projekten tätig. Dazu gehört die Beratung im Verbundprojekt museum4punkt0 zu digitalen Vermittlungsstrategien sowie die Leitung des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geförderten Forschungsprojekts Fastnacht – Auftrag für die Zukunft, in dem Aspekte des immateriellen Kulturerbes der Fastnacht wissenschaftlich erschlossen wurden. In ihrer Arbeit verbindet sie kulturwissenschaftliche Perspektiven mit Reflexionen zu Vermittlungsstrategien, institutionellen Dynamiken kleinerer Museen und nachhaltigen digitalen Formaten im kulturerbeorientierten Kontext.

Giuliana Fronte (Universität Stuttgart)

Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Architekturproduktion revolutioniert traditionelle Entwurfs-, Planungs- und Bauprozesse. Der Einsatz von Generative Design, maschinellem Lernen und parametrischer Modellierung wird zunehmend Standard in der Praxis. Gleichzeitig bleiben berechtigte Bedenken hinsichtlich Reproduktionsschleifen, Jobverlusten und Datensicherheit bestehen. KI als Werkzeug ermöglicht maßstabsübergreifend schnellere Iterationen, umfassende Analysen komplexer Daten und optimierte, ressourcenschonende Entwürfe. Sie bietet damit Potenziale für Architektur als Kulturtechnik, mit den drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimaresilienz oder sozialer Ungleichheit umzugehen. Während sich Diskursräume dabei zu verengen scheinen, weitet sich das Overton-Fenster imaginierter und gebauter urbaner Lebensräume. Dennoch wirft der Einsatz von KI ethische und praktische Fragen der Datenherkunft, -kontrolle und -verarbeitung auf: Wie beeinflusst die Automatisierung die Rolle der Architekt:innen? Welche Risiken birgt eine Schleife der Reproduktion? Der Beitrag beleuchtet Anwendungsbeispiele und nähert sich kritisch dem Begriff des Stadtbildes im Architekturdiskurs, um mögliche Grenzen der Technologie zu diskutieren und zukünftige Entwicklungen zu skizzieren.

Kurzvita M.Sc. Giuliana Fronte

Giuliana Fronte studierte Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart mit Aufenthalten in Rotterdam und Venedig (IUAV). Seit 2024 lehrt und forscht sie als akademische Mitarbeiterin am Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen (IGmA) und ist zudem freiberuflich planerisch tätig. Ihr Interesse umfasst die gesellschaftspolitischen Dimensionen von Architektur, Stadt und Erinnerungskultur im öffentlichen Raum. In ihrer Dissertation widmet sie sich einer Architektur- und Stadtbautheorie des Liberalismus.

Intern

Stammtisch ab 19 Uhr im Classik Rock Café (Schellingstraße 7, 70174 Stuttgart)

Dr. Till Grallert (HU Berlin, Projektleitung "NFDI4Memory, Task Area Data Culture")

Ausgehend von dem Postulat eines grundlegenden epistemischen Wandels in der Digitalität, in der immer alles schon bereits durch multiple Schichten von Informations- und Kommunikationstechnologien vermittelt ist, sind wir auch in den Geisteswissenschaften mit der Datafizierung des gesamten Forschungsprozesses konfrontiert. Ein Umstand der dazu führt, dass wir alle, ob wir es wollen oder nicht, Digital Humanities praktizieren. Die Frage ist letztlich nur, wie mündig wir eine Datenkultur praktizieren, in der wir sowohl ihre empistemologischen Grundlagen und unseren je eigene Verortung in der Digitalität theoretisch fundiert reflektieren, als auch den notwendigen Stack an Methoden, Technologien und Werkzeugen in einem Maße beherrschen, dass es den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis genügt.

Vor dem Hintergrund der Arbeiten zur Förderung einer Datenkultur in den Geschichtswissenschaften im Rahmen von NFDI4Memory, fragt Till Grallert: Was brauchen wir eigentlich um zu mündigen (digitalen) Geisteswissenschaftler_innen zu werden, für die (Forschungs)Daten und computationelle Methoden einen integralen Bestandteil ihres Selbstverständnisses bilden? Welche Rolle können physische und digitale (Möglichkeits)Räume, technische Infrastrukturen, und soziale Beziehungen spielen? Wie können wir anerkennen, dass die wissenschaftliche Arbeit als Solitär schon immer eine Fiktion war? Wie lassen sich unsere knappen Ressourcen der Gesellschaft und dem Planet gegenüber verantwortlich einsetzen?

Kurz-Bio:
Till Grallert (https://orcid.org/0000-0002-5739-8094) ist Sozial- und Medienhistoriker des arabisch-sprachigen östlichen Mittelmeerraumes vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und ein Digital Humanist. Von 2014 bis 2021 arbeitete er am Orient Institut Beirut der Max Weber Stiftung und leitet seit 2023 im Rahmen von NFDI4Memory das an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelte *Methods Innovation Lab* für eine zeitgenössische Geschichtswissenschaft. Er hat an der Freien Universität Berlin und der School of Oriental and African Studies, London, Islamwissenschaft, Judaistik und Geschichte studiert und ist mit einer Arbeit zur Geschichte der Straßen von Damaskus promoviert worden. Seine Forschungsinteressen gelten den epistemologischen Herausforderungen einer datafizierten Geschichtswissenschaft, globalen und multilingualen Digital Humanities und der epistemischen Gewalt des post-digitalen Zeitalters. Seine Arbeit ist u.a. von der Europäischen Kommission, DFG, DAAD, AMICAL, CBRL und der Studienstiftung des Deutschen Volkes unterstützt worden.

Kontakt

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Anselm Küsters

Dr.

Vertretungsprofessor Digital Humanities

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