24. Oktober 2018 /

RVL "Digital Humanities" - Vortrag zu Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften von Andrea Rapp

Am Mittwoch, 31.10.2018, wird Prof. Dr. Andrea Rapp im Rahmen der RVL "Digital Humanities" zu Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften vortragen. Andrea Rapp ist Professorin für germanistische Computerphilologie und Vizepräsidentin für wissenschaftliche Infrastruktur der Technischen Universität Darmstadt.

Wann: Mittwoch, 31.10.2018, 17:30 Uhr

Wo: Keplerstraße 11, K1, Saal M 11.82

Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften: Qualitätskriterien - Kuration - Nutzung

Prof. Dr. Andrea Rapp, TU Darmstadt

"Das DARIAH-DE-Stakeholdergremium „Wissenschaftliche Sammlungen“ definiert geisteswissenschaftliche Forschungsdaten folgendermaßen: „Daten, unabhängig ihrer Provenienz, werden im Kontext einer geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsfrage zu digitalen Forschungsdaten, sobald sie gesammelt, beschrieben, ausgewertet und/oder erzeugt und in maschinenlesbarer Form zum Zwecke der Nachvollziehbarkeit von Forschungsergebnissen sowie zur Archivierung, Zitierbarkeit und Weiterverarbeitung aufbewahrt werden.“1 Mit diesem weiten Forschungsdatenbegriff wird demnach eine Vielfalt von Datentypen umfasst, wie beispielsweise Bilder, Transkriptionen, Editionen, Korpora, Kataloge und Verzeichnisse, Mess- und Metadaten, Visualisierungen usw. Die Qualität von Forschungsdaten bemisst sich – abgesehen von inhaltlichen Kriterien – anhand zentraler Anforderungen guter wissenschaftlicher Praxis sowie anhand von Reproduzierbarkeit und Nachnutzbarkeit. Damit ist auch klar, dass Forschungsdatenmanagementpläne keine statischen Dokumente sein können, sondern dass Datenmanagement aktiv erfolgen muss: Es ist als dauerhafter Prozess zu verstehen und bedarf einer kontinuierlichen Reflexion und von generischen, aber auch disziplin-, methoden- und ressourcenspezifischen Qualitätskriterien. Die Digital Humanities – verstanden als umbrella term für alle digital arbeitenden Geistes- und Kulturwissenschaften, der einerseits bezüglich eines gemeinsamen Methodeninventars hinreichend konvergiert, aber andererseits genügend unterschiedliche und breite Fachkulturen umfasst – können daher einen zentralen Beitrag zur Etablierung einer reflektierten Forschungsdatenkultur leisten.

Vgl. Oltersdorf, Jenny und Schmunk, Stefan. 2016. „Von Forschungsdaten und wissenschaftlichen Sammlungen“. Bibliothek Forschung und Praxis 40 (2). https://doi.org/10.1515/bfp-2016-0036. S.181; dort auch weiter zur Diskussion in den DH. "

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