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Das Stuttgarter Medienarchiv

Studierende informieren hier über Neuigkeiten aus dem Seminar „Das Stuttgarter Medienarchiv“

11.06.2021

Heike Bolinth spricht über ihre Vorarbeiten zur Erschließung des Stuttgarter Medienarchivs.

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09.06.2021

Internationaler Tag der Archive

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Was haben Archive, Hülsenfrüchte und Seefahrer gemeinsam?

Richtig: Alle drei haben einen der seltenen Plätze auf der Liste internationaler Feier- und Gedenktage der Vereinten Nationen ergattert. Heute, am 9. Juni, findet ein weiteres Mal der Internationale Tag der Archive statt, ausgerufen vom Internationalen Archivrat (ICA). Dass dieser Tag alljährlich am 9. Juni stattfindet, ist eine Referenz auf den 9. Juni 1948, den Gründungstag des ICA unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Zeitgleich veranstaltet das ICA dieses Jahr die dritte International Archives Week unter dem Motto #EmpoweringArchives. Den heutigen Tag nutzen wir, um die fundamentale Rolle der Archive als Gedächtnis- und Wissensträger zu reflektieren, sowie an die archivarische Verantwortung zu erinnern, die Präsenz, Offenheit, Zugänglichkeit und Transparenz unserer Einrichtungen auszubauen.

#EmpoweringArchives

#IAW2021

08.06.2021

Teilnahme am Online-Workshop

An vielen weiteren Hochschulen und Universitäten lassen sich ähnliche Sammlungen wie unser Medienarchiv finden. Oft beschäftigen sich die Beteiligten in diesem Zusammenhang mit denselben Fragen und Belangen. Passend dazu haben wir am Online-Workshop “Umgang mit audiovisuellen Ressourcen in Sammlungen” der Humboldt-Universität zu Berlin teilgenommen.

Spannende Impulsvorträge stellten dieses spezielle Kulturerbe dar. So hat Anna Bohn über “Audiovisuelle Ressourcen als Kulturgut und Denkmal” referiert, während Ulrich Rüdel mit seinem Beitrag “Materialität und Bewahrung des AV-Kulturerbes” und Kerrin von Engelhardt mit “Medien- und Materialvielfalt im ifbt-Medienarchiv der HTW Berlin als Ressource für Geschichte der Wissenschaftsdidaktik” wichtige Einblicke mit den mehr als 70 interessierten Teilnehmenden geteilt haben. Kerstin Jahns Vortrag “Materialvielfalt - Herausforderungen für die Erhaltung / den konservatorische Umgang und Hilfestellungen” bildete den Abschluss des Workshops.

Zudem gab es die Möglichkeit, generelle Fragen zum Umgang mit audiovisuellen Sammlungen zu stellen und diese gemeinsam zu erörtern. Dabei ergaben sich spannende Gespräche, in denen sich die Beteiligten gegenseitig neue Sichtweisen eröffneten. Auch wir haben durch den Workshop vielseitigen Input erhalten, durch den wir einiges dazu lernen konnten. Wir freuen uns auf die weitere Arbeit an unserem Archiv.

07.06.2021

Der Karteikasten - ein Klassiker

Zu den Grundpfeilern der Archivarbeit gehört das Erschließen von Archivbeständen, sprich das Herstellen von Verzeichnissen der archivbildenden Objekte. Mit einer kleinen Portion Glück stößt man bei der Übernahme alter Archive auf bereits bestehende Listen, so auch bei unserem Stuttgarter Medienarchiv: Eine Reihe hölzerner Karteikästen verbirgt in ihrem Inneren einen klassischen Zettelkatalog der im Archiv vorhandenen Ton- und Bildträger.

Der traditionelle und analoge Zettelkatalog, dieses “System geistiger Ordnung” (Robert Musil), ist eine alte Form der Katalogisierung und wird heutzutage größtenteils durch eine EDV-gestützte und webbasierte Katalogisierung ausgewechselt. Die hölzernen Karteikästen wiederum, einst typisches Arbeitsmittel der Archive und Bibliotheken, avancieren zu musealen Ausstellungsobjekten und werden unter anderem zu heißbegehrten, dekorativen Ersteigerungsobjekten auf eBay.

31.05.2021

Virtueller Besuch von Frau Dr. Jutta Weber

Mit großer Freude durften wir Frau Dr. Jutta Weber, ehemalige Leiterin des Referats „Nachlässe und Autographen“ der Staatsbibliothek zu Berlin, als unseren ersten Gast begrüßen. Zu ihren Verdiensten gehören u.a. das Engagement für ein normiertes Regelwerk bezüglich der Erschließung von Archivalien sowie das Vorantreiben von digitalisierten und webbasierten Suchkatalogen, sprich: die Erkenntnis, dass moderne(s) Netzwerke(n) auch für Archive und Bibliotheken zukunftsweisend und notwendig sind.

Nach einem virtuellen Rundgang durch das kleine Magazin des Stuttgarter Medienarchivs stand uns Frau Weber in einem gemeinsamen Dialog über die Planung des künftigen Umgangs mit dem Medienarchiv beratend zur Seite. Dabei hat sich uns die archivarische Arbeit als sehr facettenreiches Tätigkeitsfeld gezeigt: Auf der einen Seite verschreiben sich ArchivarInnen dem Bewahren, Schützen und Erforschen der Archivmaterialien, auf der anderer Seite steht das Bestreben, die Inhalte des Archivs einem Publikum zu präsentieren, sie zu vermitteln und für alle Interessierten zugänglich zu machen. Wir freuen uns darauf, diese unterschiedlichen Tätigkeiten kennenzulernen und unsere Erfahrungen hier mit euch zu teilen.

19.05.2021

Medialer Startschuss für das Seminar “Das Stuttgarter Medienarchiv”

Wir sind jetzt auch auf Instagram sowie Twitter zu finden. Hier die Links zu den jeweiligen Social-Media-Accounts:

 

 

 

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17.05.2021

Die (Wieder-)Entdeckung eines Archivs

Die Geburtsstunde des Stuttgarter Medienarchivs geht zurück auf einen überraschenden Fund in den stets verschlossenen und unscheinbaren Einbauschränken des Seminarraums M 17.21 der Universität Stuttgart. Gut geschützt durch ihr unauffälliges Aussehen, dessenthalben von Studierenden und Dozierenden kaum wahrgenommen, verbergen die schlichten Schranktüren ein in Vergessenheit versunkenes Archiv in der Obhut der Abteilungen für Neuere deutsche Literatur am Institut für Literaturwissenschaft. Der erste Blick auf diese (Wieder-)Entdeckung offenbart eine Vielzahl von Datenträgern und Medien aus unterschiedlichsten Jahrzehnten. Die Studierenden Heike Bolinth, Sarah Geiser, Laura Götz, Huyen Linh Le und Charline Medernach werden gemeinsam mit ihrem Dozenten Toni Bernhart in einer integrierten Lehrveranstaltung mit der Erschließung des Archivs beginnen. Im Rahmen unseres (Er-)Forschungsprojekts nehmen wir euch nun mit auf die Reise durch die alte und die neue Geschichte des Stuttgarter Medienarchivs.

01.04.2021

Das Stuttgarter Medienarchiv

Was ein DVD-Player ist, mag noch vielen bekannt sein, doch mit der Funktionsweise eines Episkops ist heute wohl kaum jemand mehr vertraut. In sechs Wandschränken der Abteilungen für Neuere deutsche Literatur lagert ein faszinierender Schnitt durch mehr als ein halbes Jahrhundert Mediengeschichte: darunter Magnettonbänder und VHS-Kassetten, Tonbandgeräte und ein Filmprojektor und – als technikgeschichtliche Besonderheit – ein Drahttongerät aus den 1950er Jahren. Die Film- und Tonträger wurden von den 1960er Jahren bis ins frühe 21. Jahrhundert zu Forschungszwecken und zur medialen Unterstützung der universitären Lehre genutzt. 
Auf den ersten Blick ist der Bestand recht übersichtlich, doch in seiner Materialität erweist er sich als sehr komplex. Im Seminar mit dem Titel „Das Stuttgarter Medienarchiv“ unter der Leitung von PD Dr. Toni Bernhart wird der Bestand archivwissenschaftlich erschlossen. Aspekte aus Literatur-, Medien-, Rezeptions-, Technik- und Universitätsgeschichte lassen sich dabei exemplarisch und systematisch erforschen und historische mediale, wissenschaftliche und hochschuldidaktische Praktiken werden dabei sichtbar. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die das Archiv aufgebaut und mit ihm gearbeitet haben, sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medienarchäologie und Museumskunde werden im Seminar zu Gast sein. Das Seminar findet im Sommersemester 2021 in Präsenz statt. Anmeldungen sind über C@mpus möglich.

Toni Bernhart und Heike Bolinth vor den Schränken des Stuttgarter Medienarchivs.
Toni Bernhart und Heike Bolinth vor den Schränken des Stuttgarter Medienarchivs.

Kontakt

Dieses Bild zeigt  Toni Bernhart
PD Dr.

Toni Bernhart

Leiter des DFG-Forschungsprojekts "Quantitative Literaturwissenschaft"

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