Forschungsschwerpunkte

Informationen zu aktuellen und vergangenen Forschungsprojekten

Forschungsprojekte und -kooperationen

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Das Projekt QuaDramA ist ein DH-Forschungsprojekt, das im Rahmen der Initiative Mixed Methods in den Geisteswissenschaften der VW-Stiftung gefördert wird.

Projektleitung: Dr. Marcus Willand und Dr. Nils Reiter

Das Centrum für reflektierte Textanalyse (CRETA) konzentriert sich auf die Entwicklung von technischen Methoden und allgemeinen Arbeitsablauf-Methoden zur Textanalyse im Forschungsbereich der Digital Humanities. Die Methoden sollen fachübergreifend für textanalytische Fragestellungen aus der Literatur-, Sprach-, Geschichts- und Sozialwissenschaft sowie Philosophie erarbeitet und eingesetzt werden. Dabei sollen die Methoden in ihrer Funktionsweise nachvollziehbar gemacht werden, um im Zusammenspiel mit Datenvisualisierung und Computerlinguistik durch die Anwenderinnen und Anwender reflektiert eingesetzt werden zu können.

Projektbeteiligte der NDL: Prof. Dr. Sandra Richter, Sandra Murr, Dr. Axel Pichler

Unter Quantitativer Literaturwissenschaft lassen sich zählende, messende, mathematische, statistische, empirische und computergestützte Verfahren zusammenfassen, sofern sie für die Analyse und Interpretation von Literatur Verwendung finden. In der germanistischen Literaturwissenschaft gibt es bislang keine theorie-, wissenschafts-, methoden- oder fachgeschichtliche Forschung, die sich umfassend, systematisch und diachron mit der Anwendung quantitativer Verfahren für die Analyse und Interpretation von Literatur beschäftigt. Dem gegenüber stehen die Beobachtungen, dass quantitative Verfahren seit etwa zwei Jahrhunderten im Methodenrepertoire der Literaturwissenschaften vorhanden sind und gegenwärtig im Rahmen der Digital Humanities in den Fokus eines breiten Interesses rücken.

Das Projekt verfolgt die Ziele, 1. die Geschichte der Verwendung quantitativer Verfahren in der (germanistischen) Literaturwissenschaft zu rekonstruieren, 2. quantitative Verfahren mit Blick auf (jeweils zeitgenössische) Problem- und Fragestellungen zu systematisieren und 3. sie fachgeschichtlich, theoretisch, methodologisch sowie komparatistisch zu kontextualisieren. Das Projekt wird zunächst einen wissenschaftshistorischen Abriss unternehmen und die drei Kulminationsphasen quantitativer Methoden herausarbeiten: die Dekaden um 1900, die Zeit zwischen etwa 1950 und 1980 und die Zeit ab etwa 2000. Daran anschließend wird näher untersucht, welche literaturwissenschaftlichen Probleme zu welcher Zeit bevorzugtermaßen mithilfe welcher quantitativen Verfahren bearbeitet werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Frage nach den Umständen und Voraussetzungen, die Verwendungshäufungen quantitativer Verfahren begünstigen oder ihnen entgegenwirken. Der Fokus liegt auf der germanistischen Literaturwissenschaft, die unter dem Gesichtspunkt der Verwendung quantitativer Verfahren aber auch zu anderen Philologien in Bezug gesetzt werden soll. Diese komparatistische Sicht trägt dazu bei, die Projektergebnisse auf eine solidere wissenschafts- und methodengeschichtliche Basis zu stellen, anderen Philologien Anschlussmöglichkeiten zu bieten sowie den theoretischen und theoriegeschichtlichen Verständnishintergrund der Digital Humanities auszuleuchten.

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). 
http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/259167649

Projektleitung: PD Dr. Toni Bernhart

 

In dem DFG-Netzwerk Empirisierung des Transzendentalen geht es um die epistemologische Voraussetzungen und Erscheinungsformen der Moderne in Wissenschaft, Literatur und Kunst um 1900.

Projektleitung: PD Dr. Philip Ajouri und PD Dr. Benjamin Specht

ePoetics – Korpuserschließung und Visualisierung deutschsprachiger Poetiken (1770–1960) für den ‚Algorithmic Criticism‘ ist ein vom BMBF gefördertes Kooperationsprojekt der Universität Stuttgart und der Technischen Universität Darmstadt. Ziel der Studie ist es, eine Auswahl von zwanzig deutschsprachigen Poetiken aus dem Zeitraum von 1770 bis 1960 als digitales Textkorpus aufzubereiten und mit informationstechnologischen Methoden in Verbindung mit hermeneutischen Verfahren zu analysieren und zu visualisieren. Hierzu werden interaktive Analyse- und Visualisierungswerkzeuge entwickelt, die über das Projekt hinaus auf dem Gebiet der Digital Humanities anschlussfähig sind.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Ertl, Prof. Dr. Jonas Kuhn, Prof. Dr. Sandra Richter, Prof. Dr. Andrea Rapp

Im von der Volkswagen-Stiftung geförderten, internationalen Suhrkamp-Forschungskolleg erforschen Mitarbeiter des Deutschen Literaturarchiv Marbach und universitäre Kooperationspartner intensiv und systematisch das Siegfried Unseld Archiv, das sich seit 2009 in Marbach befindet.

Das Netzwerk Sprachen des Sammelns wendet sich vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunktur materieller Kultur und dem mit ihr einhergehenden verstärkten Interesse für Sammeln und Sammlungen in den Kultur- und Geisteswissenschaften in den letzten zwanzig Jahren der Literatur als Medium zu, in dem unter eigenen Bedingungen gesammelt und zugleich über Sammlungen reflektiert wird. Literatur wird dabei in seinem engen, seit der „Sattelzeit“ sich durchsetzenden Verständnis als nicht zweckgebundenes, imaginatives Schrifttum verstanden. Ein historischer Schwerpunkt der Untersuchungen liegt jedoch auf dem 19. und 20. Jahrhundert. In der Auseinandersetzung mit dem Sammeln soll vorrangig seine epistemische Bedeutung untersucht werden, d. h. Sammeln wird als Wissensform begriffen, in der sich je nach Medium und Ordnungsstruktur der Sammlung unterschiedliche Wissenskulturen manifestieren. Bezogen auf die Literatur wird die Frage verfolgt, welche Eigenarten und medialen Möglichkeiten der(/den) Literatur(en) als Sammlungsmedium zukommen.

Projektleitung: Dr. Sarah Schmidt

Im Rahmen der vom DAAD geförderten Germanistischen Institutspartnerschaft findet seit 2012 ein regelmäßiger Forschungs- und Lehraustausch zwischen den germanistischen Abteilungen der Université de Ouagadougou, Burkina Faso, und der Universität Stuttgart statt.

Projektleitung: PD Dr. Annette Bühler-Dietrich, Prof. Dr. Daniel Hole

Das Projekt Literatur und Kultur im deutschen Südwesten widmet sich zu Unrecht vergessenen Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern sowie vergessenen Themen der südwestdeutschen Kulturgeschichte – in wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen, in Lehrveranstaltungen und nicht zuletzt in Buchpublikationen.

Projektleitung: Apl. Prof. Dr. Barbara Potthast