Dieses Bild zeigt  Malte Heckelen

M.A.

Malte Heckelen

Verantwortlicher Website / Wiss. Mitarbeiter Abt. Digital Humanities
Institut für Literaturwissenschaft
Abteilung Digital Humanities

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Herdweg 51
70174 Stuttgart
Deutschland
Raum: 020

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Terminvereinbarung bitte per Mail (Dienstag bis Donnerstag terminlich am besten).

Fachgebiet

  • Professionellen- und Figurennetzwerke in Superheldencomics
  • Transmedia Studies
  • (Soziale) Netzwerkanalyse
  • Social Media Datenanalyse
  • Polarisierung
  • WS 18/19: Übung zu "Theoretische und informatische Grundlagen für die Digital Humanities"
  • WS 18/19: RVL Informatik stellt sich vor - Einführung für Geisteswissenschaftler
  • SS 19: Projektseminar, Gruppe "Netzwerkanalyse"
  • WS 17/18: Übung zu "Theoretische und informatische Grundlagen für die Digital Humanities"
  • SS 17: Projektseminar, Gruppe "Agentenbasierte Modellierung"
  • WS 16/17: Einführung in die Digital Humanities - Schlüsselqualifikation
  • 05/2016 - jetzt: Universität Stuttgart, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in der Abteilung Digital Humanities
    • Dissertationsthema: Figurennetzwerke und professionelle Netzwerke im U.S. Superheldencomic
  • 04/2013 - 09/2015: Universität Bremen, wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Soziologie, Abteilung Soziologische Theorie
  • 10/2012 - 09/2015: M.A. Soziologie und Sozialforschung, Universität Bremen
    • Masterarbeitsthema: Framinganalyse und Erweiterungsmöglichkeiten durch Vorannotation und Topic Modeling
  • 10/2008 - 09/2011: B.A. Soziologie, Universität Osnabrück
    • Bachelorarbeitsthema: Verhältnis sozialer Bewegungen zu den alten und neuen Medien am Beispiel der Internetbewegung Anonymous

In meinem Dissertationsprojekt interessiert mich, wie Marvel und DC ihre transmedialen Erzählwelten unterschiedlich aufbauen. Hierzu habe ich Daten zu Figurenauftritten und professionellen Kollaborationen aus den Marvel und DC Fandom Wikis mit der Datenbank comics.org zusammengeführt (Daten reichen von 1960 - 2018 für Comics, Filme, Serien u.a.). Der Datensatz erlaubt es mir, die Evolution von Figurennetzwerken (basierend auf gemeinsamen Auftritten) und professionellen Kollaborationsnetzwerken zu beschreiben und zu modellieren.

Mich interessiert insbesondere erzählerisches "Momentum": transmediale Geschichten und serielle Inhalte an sich leben, wachsen und bleiben für RezipientInnen entlang der Narrative attraktiv, die durch die bereits etablierten Erzählwelten impliziert werden: tauchen Superman und Batman etwa zusammen in einem Team auf, ergibt dies Fragen, und damit Möglichkeiten auch Möglichkeiten, zu Geschichten um die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit ungleicher Charakterköpfe - oder schlicht um die Frage, wer im JLA Watchtower den Kaffee kocht.

Um herauszufinden, wie Marvel und DC ihre sehr vernetzten und langlebigen Erzählwelten entlang dieses Worldbuilding-Konzeptes ausbauen, schaue ich mir an, wie Figuren sich im Netzwerk zueinander und voneinander wegbewegen - wie sich ihre Erzählwelten zeitweise überlappen und damit potenziell auch neue Zusammenhänge implizieren. 

Welche Figuren haben wann mehr Momentum, wann konzentriert sich das Gesamtuniversum mehr auf sie und wann nicht? Ist das unterschiedlich, je nachdem, welchen Kategorien diese Figuren angehören (z.B. Gender)? Und führt dies zu unerwünschten Inkongruenzen, etwa großen Unterschieden zwischen den Erzählwelten der Filme und Comics? Um diese Fragen zu beantworten nutze ich klassische netzwerkanalytische Metriken, gewichte die Beziehungstypen in meinen Netzwerken aber entsprechend der Veränderungen der Nähe zwischen Figuren.

Da der kreative Prozess in U.S.-Amerikanischen Comics sehr kollaborativ und arbeitsteilig ist, interessiere ich mich auch für die Auswirkungen von sozialen Verbindungen, die durch vorangegangene Kollaborationen entstehen. Wirkt sich soziale Nähe zwischen Kreativen auf die Figurenauswahl aus und lässt sich das Figurennetzwerk als Resultat aus dieser Nähe zeigen? Oder sind klassische Netzwerkdynamiken wie Preferential Attachment und die triadische Schließung eine ausreichende Erklärungsmöglichkeit?

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