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Alisa Winkens

Frau

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Institut für Literaturwissenschaft
Romanische Literaturen und SRF Re/producing Realities

Kontakt

Keplerstr. 17
70174 Stuttgart
Deutschland
Raum: 3.035

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Fachgebiet

Alisa Winkens ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Romanische Literaturen am Institut für Literaturwissenschaft sowie Geschäftsführerin des Stuttgart Research Focus „Re/producing Realities“ an der Universität Stuttgart. Sie promoviert aktuell zum Thema „Poetik des Plaisir. Die Konfiguration der Bühnenkünste im Theater von Molière“. Das französische Theater der Frühen Neuzeit sowie Perspektiven der Digitalität in der Literaturwissenschaft bilden ihre Forschungsschwerpunkte: Im Fokus stehen performative Künste im 17. Jahrhundert, die historische Aufführungspraxis und digitale Ansätze wie die virtuelle Rekonstruktion von Theaterräumen. Neben einer digitalen Ausstellung mit VR-Modell zu ihrem interdisziplinären Forschungsprojekt VERS.AI.LLES-Talents (2024-2025) veröffentlichte sie unter anderem Beiträge zur Theatermaschinenästhetik (in Littératures classiques 105/2 (2021)), zu Informationslücken im Theatertext (in Comparatio 15/1 (2023)), zu Präsenz bei virtuellen Rekonstruktionen und zu Kostümen in Molières Theater (beide in der Reihe Simulatio (2026)).

  • WS 2023/2024: Seminar Französische Literaturwissenschaft: Molière und die Künste
  • SoSe 2024: Workshop Wissenschaftliches Arbeiten
  • WS 2024/2025: Seminar Französische Literaturwissenschaft: Bühnen im 17. Jahrhundert
  • 2024-2025: Projekt VERS.AI.LLES-Talents
  • SoSe 2025: Propädeutikum
  • SoSe 2025: Übung zur französischen Literaturgeschichte
  • WS 2025/2026: Übung zur Einführung in die französische Literaturwissenschaft
  • SoSe 2026: Übung zur französischen Literaturgeschichte
  • WS 2026/2027: Übung zur Einführung in die französische Literaturwissenschaft

Poetik des Plaisir. Die Konfiguration der Bühnenkünste im Theater von Molière

Kurz nach Molières Tod formulierte Donneau de Visé in einem Nachruf, dass dieser durch seine Mischung verschiedener Künste auf der Bühne eine neuartige Unterhaltungsform gefunden habe. Diese bezeichnet er als Plaisir. Donneau de Visés Hypothese folgend wird nun erstmals das Verhältnis zwischen Molières innovativer Konfiguration der Bühnenkünste und dem damit verbundenen Plaisir systematisch untersucht. Hierfür wird sein Umgang mit der Vielfalt der Bühnenkünste als Grundlage für das Konzept des Plaisir gefasst: Die zentrale These lautet dabei, dass die innovative Konfiguration der Bühnenkünste im Theater von Molière seine spezifische Poetik des Plaisir konstituiert, weil durch diese Konfiguration der Bühnenkünste (1.) Präsenz und Evidenz als Plaisir erzielt werden, die die zentrale Wirkung der Theaterrezeption bilden. Um sowohl das Vergnügen zu bereiten als auch selbiges konzeptuell zu fassen, nutzt Molière (2.) verschiedene Konnotationen des Plaisir-Begriffs in der Theaterproduktion, indem er ihn als Macht-, Gesellschafts-, Ästhetik- und Unterhaltungskonzept modelliert. Da Molières Plaisir durch die Konfiguration der Bühnenkünste sowohl die Rezeption als auch die Produktion seines Theaters bestimmt, begründet er zugleich seine Poetik. Damit wird die Poetik des Plaisir nicht einfach als Infragestellung der Vraisemblance im Sinne eines zentrales Theaterkonzepts bei Molière aufgefasst, sondern als Entwicklung des Plaisir vom Laster der Komödie zu deren Ideal und Apologie, die sich in der Konfiguration der Bühnenkünste begründet und zeigt.

Erschienen:

Im Druck:

  • „Perspektive und Emergenz. Voraussetzungen und Konsequenzen der Aufführung von Molières Psyché (1671) in der Salle des Machines“, in: Markus A. Castor, Valérie Kobi, Julia Kloss-Weber (Hg.): Vom Ort zum Raum der Bilder in der französischen Kunst vom 17. bis 19. Jahrhundert/Émergence. Du lieu à l’espace des images dans l’art français du XVIIe au XIXe siècle. Lausanne: L’Atelier/Peter Lang (erscheint 2026).
  • „Illusionierung und Täuschung des Zuschauers im Maschinentheater. Zur Wahrnehmungslenkung in Molières Psyché“, in: Kirsten Dickhaut, Andreas Kaminski, Michael Resch (Hg.): Nachahmung, Anpassung, Täuschung. Berlin: Springer Nature (erscheint 2026).
  • „Präsenz bei virtuellen Rekonstruktionen? Historische Theater Frankreichs und ihre 3D-Modellierungen“, in: Kirsten Dickhaut, Sonja Utz, Sofina Dembruk, Carolin Lehmann (Hg.): Präsenz gestalten. Interdisziplinäre Positionen. Stuttgart: Metzler (erscheint 2026).
  • Paraître pour être? Kostüm(ierung) der Médecins in Molières Le Malade imaginaire“, in: Loredana Columbo, Selina Seibel (Hg.): Im Kostüm / In Costume. Stuttgart: Metzler (erscheint 2026).
  • 2026/07/03: „Molière und die Künste: Plaisir, Poetik und Performativität“. Romanistisches Forschungskolloquium, Universität Konstanz (Prof. Dr. Anne Kraume, Prof. Dr. Karl Philipp Ellerbrock).
  • 2026/06/27: „Schauplatz Gartentheater: Molières Bühne für La Princesse d’Élide (1664) in Versailles und in Virtual Reality“. Tagung: Theatralität und Gartenkunst vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert, 25.-27.06.2026, Weimar.
  • 2026/06/18: „Plurimedialität und Plaisir: Molières Le Malade imaginaire vor der Grotte de Téthys in Versailles (1674)“. Workshop Wasser-Fest-Spiele: Aquatische Divertissements der europäischen Hofkulturen, 18.-19.06.2026, Universität Kiel.
  • 2026/06/17: „VERS.AI.LLES-Talents. Das Gartentheater Ludwigs XIV. in Virtual Reality. Projektvorstellung“. Gastvortrag, Universität Tübingen (Prof. Dr. Stefan Morent).
  • 2026/06/08: „VERS.AI.LLES-Talents: The Versailles Garden Theatre of 1664 in Virtual Reality“. Tagung: The Possibilities of Illusion: New Frontiers in Digital Humanities, 08.-09.06.2026, Università di Catania.
  • 2026/05/12: „Virtuelle Raumrekonstruktionen und KI: Das historische Gartentheater von Versailles in Virtual Reality“. Gastvortrag im Rahmen der Ringvorlesung Digital Humanities: Anwendungsbereiche, Möglichkeiten, Werkzeuge, Universität Tübingen (Dr. Fabian Schwabe).
  • 2026/04/24: „Poetik des Plaisir. Die Konfiguration der Bühnenkünste im Theater von Molière“. Oberseminar zur romanischen und vergleichenden Literaturwissenschaft, Universität Würzburg (Prof. Dr. Karl Philipp Ellerbrock, Prof. Dr. Carlotta Posth).
  • 2025/11/14: „KI trifft Theatergeschichte: Das Gartentheater Ludwigs XIV. in Virtual Reality“. Gastvortrag, Universität Bayreuth (Lehrstuhl Dr. Silvia Bier).
  • 2025/02/12: „Präsenz bei virtuellen Rekonstruktionen? Historische Theaterpräsenz und Präsenz des Raumes bei 3D-Modellierungen von französischen Theaterräumen“. Tagung: Präsenz gestalten. Interdisziplinäre Positionen, 11.-13.02.2025, Universität Stuttgart.
  • 2024/03/23: „Paraître pour être? Kostüm(ierung) der Médecins in Molières Le Malade imaginaire“. Tagung: Kostüm(ierung) und Rolle: von der Metamorphose zum Crossdressing, 23.04.2024, Universität Stuttgart.
  • 2023/03/14: „Techniken der Theater-Reproduktion. Zwischen Theatertext und CAD-Modell“. Workshop: Kulturtechniken der Schnittstellen: von Fiktionalisierung bis Nachahmung, 14.03.2023, Universität Stuttgart.
  • 2022/12/09: „Theaterproduktion und -reproduktion – zur Emergenz als Denkfigur in Bezug auf Molières Psyché“ (gemeinsam mit Kirsten Dickhaut). Tagung: Émergence. Du lieu à l’espace des images dans l’art français du XVIIe au XIXe siècle, 08.-10.12.2022, Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris.
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