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Italienzentrum

Zentrum für deutsch-italienische Veranstaltungen zu Wissenschaft und Kultur

Programm 2019

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Dienstag, 28. Mai

Vortrag Centro Stile Fiat (Turin)

Mythos Fiat - eine italienische Designikone

In diesem Jahr feiert die italienischen Marke Fiat den 120. Geburtstag. Seit jeher steht die Marke für Stil, Lebensfreude und nicht zuletzt für unverwechselbares Design. Das perfekte Beispiel dafür ist der Fiat 500, eine automobile Ikone die damals wie heute für Begeisterung sorgt. Sein klassenlos sympathischer Auftritt und seine nahezu unendliche Modellvielfalt machen den Fiat Cinquecento zu etwas Besonderem. Welchen Stellenwert das Design für die Marke Fiat hat und wie man es weiterentwickelt und immer wieder neu erfindet – das erklärt uns ein Designer aus dem „Centro Stile Fiat“ in Turin, dem Designzentrum der Marke.

Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Haus der Wirtschaft, Saal Karlsruhe und Foyer Meidinger-Saal, Willi-Bleicher-Str. 19, 70174 Stuttgart

 

Mittwoch, 15. Mai:

Vortrag

Prof. Enrico Mattioda (Turin)

Primo Levi tra letteratura e scienza

Nel centenario della nascita di Primo Levi, Prof. Mattioda parlerà di come Levi, autore del famoso romanzo Se questo è un uomo, ha cercato vari approcci epistemologici per spiegare la storia e la Shoah.

Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Keplerstr. 7, Senatssaal

 

Freitag, 8. März 2019:

Kaha Mohamed Aden und Luba Goldberg-Kuznetsova im Gespräch

Migration und Literatur: Die Frauen haben das Wort!

Was bedeutet es konkret in einer Sprache zu schreiben, in der man nicht von Geburt an aufgewachsen ist? Welchen Einfluss hat dies auf die eigene Identität? Mit diesen und anderen Fragen möchten wir uns gemeinsam mit den anwesenden Autorinnen beschäftigen.

Kaha Mohamed Aden wurde in Mogadischu in Somalia geboren. Mit 20 Jahren verließ sie in Folge der politischen Verfolgungen gegen ihre Familie ihre Geburtsstadt. Nach Pavia emigriert, baute sie sich dort ihr Leben wieder auf, indem sie Wirtschaft studierte und dabei auch ihre Leidenschaft fürs Schreiben und das Theater pflegte. Heutzutage übt sie verschiedene Tätigkeiten im der kulturellen Vermittlung aus, indem sie sich mit der Immigration und der Interkuluralität beschäftigt. Fra-intendimenti ist ihr erstes Buch.

Kaha Mohamed Aden: Fra-intendimenti

1986, als ihr Vater – Minister unter Siad Barre – bereits seit vier Jahren im Gefängnis saß – hat Kaha Aden Mogadischu verlassen, um sich vor den Wirbeln des Bürgerkriegs zu retten, der Somalia erschüttern wird. In Fra-intendimenti erzählt uns die Autorin zwei Arten der Erfahrung von Konflikt: der Bürgerkrieg zwischen den Clans, die Versammlungen der Weisen unter den Akazien, die Kindersoldaten in Khaki-Hosen und, auf der anderen Seite, die Vorurteile, die ihr neues Leben in Pavia begleiten und sie zu einem Dasein zwingen, das nichts mehr von den Poeten, den Geistern der Ahnen und den Legenden der Clans weiß. Eine Welt von Putzfrauen, Immigrationsbüros und Ausgrenzung, in der Schwarz die Farbe der Prostitution ist. Einem Somalia der weitläufigen Familien, des Matricharats, der weisen Alten und der sprechenden Tiere antwortet so ein Italien der Wiedersprüche, der Bürokratie und der ambigen Gastfreundschaft.

Luba Goldberg-Kuznetsova, geboren 1982 in Sankt Petersburg, lebt seit 2001 in Deutschland. Sie hat in Düsseldorf und Kyoto Philosophie und Modernes Japan studiert, außerdem Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim. Für den Bachmannpreis hat sie den Versuch unternommen, das Fahrradfahren zu erlernen, hatte damit aber lange nicht so viel Erfolg wie mit ihrer auf YouTube veröffentlichten Interviewreihe aus Klagenfurt. Lubotschka ist ihr erster Roman. Heute lebt sie in Berlin.

 

LUBA GOLDBERG-KUZNETSOVA: LUBOTSCHKA

Sankt Petersburg zu Beginn der Nullerjahre, mehr Jahrtausendwende geht nicht: Mit einem Auge schielt die Stadt in die mondäne zaristische Vergangenheit, mit dem anderen ins turbokapitalisierte Europa und nach China, das die großen Kaufhäuser auf dem Newski-Prospekt mit Billigkopien flutet.

Auch Lubotschka steht an einem Wendepunkt: Sie macht ihren Schulabschluss, sie wird bald 18 - und sie wird die geliebte Stadt mit ihrer Mutter gen Deutschland verlassen müssen. Aber nicht, ohne vorher ihr zartes Leben so stilvoll wie möglich vor der anmutigen Kulisse von Mariinski-Theater und Eremitage zu verschwenden.

Lubotschka ist ein Roman über das kunstvolle Abschweifen, die Jugend und die Heimat, erzählt in einem unnachahmlichen Sound zwischen Tradition und Moderne.

Anmeldung erforderlich: 0711/16 281 19

Ort: Italienisches Kulturinstitut, Kolbstr. 6
Zeit: 19. 00 Uhr

Um den Flyer einzusehen, klicken Sie hier

Über das Italien-Zentrum

Die Gründung des Italien-Zentrums geht auf eine gemeinsame Initiative des Italienischen Generalkonsulats Stuttgart, des Italienischen Kulturinstituts Stuttgart und der Abteilung Romanische Literaturen II der Universität Stuttgart zurück. Es ist am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) angesiedelt, wo es die regionalen Schwerpunkte der kulturellen und wissenschaftlichen Kooperation bereichert. Zu den besonderen Merkmalen des Italien-Zentrums gehört die Auseinandersetzung mit zentralen Sektoren der italienischen Kultur, von der Wirtschaft über Wissenschaft, Technik und Design hin zu Fragen der europäischen Integration. Das Italien-Zentrum organisiert seine Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Stuttgart.

Zu den Aufgaben des Italien-Zentrums gehören die Entwicklung und Förderung interdisziplinärer Forschungsvorhaben, die Bereicherung des deutsch-italienischen Kulturaustausches und Wissenschaftsdialoges, der Ausbau des Netzwerkes mit italienischen Universitäten und die Vermittlung von Forschungsergebnissen in die Öffentlichkeit.

Im Rahmen von Gastvorträgen stellt das Italien-Zentrum bedeutende italienische Forscher dem breiten Publikum vor. Zugleich dienen die Gastvorträge dazu, den Studierenden der Universität Stuttgart einen direkten Einblick in das italienische Geistesleben zu ermöglichen und das Lehrangebot zu ergänzen. Die jährliche stattfindenden wissenschaftlichen Tagungen stellen eine wichtige wissenschaftliche Komponente des Italien-Zentrums und des Lehrstuhls dar und ermöglichen den Studierenden den Einblick in aktuelle Forschungsgebiete und Kontakte zu auswärtigen Wissenschaftlern und Institutionen.

Das Italien-Zentrum fördert Projekte der deutsch-italienischen Wissenschaftskooperation. Hierzu gehören Tagungen, Forschungskolloquien und Ausstellungen.

Kontakt

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Prof. Dr.

Georg Maag

Abteilungsleiter Romanische Literaturen II - Italianistik

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Dr.

Sabrina Maag

wissenschaftliche Mitarbeiterin